VFI Kongo - Verein zur Förderung der Infrastruktur in der DR Kongo e.V.
VFI Kongo - Verein zur Förderung der Infrastruktur in der DR Kongo e.V.

Spenden

Spendenkonto:

Solidarität International e.V.

Kontonummer:

IBAN: DE86 5019 0000 6100 8005 84

SWIFT-BIC: FFVBDEFF

 

Stichwort: Ngenyi

 

Spenden sind steuerlich absetzbar. Bei Angabe Ihrer Adresse stellen wir gern eine Spendenquittung aus.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Willkommen auf unserer Homepage

 

Der VFI Kongo - Verein zur Förderung der Infrastruktur in der DR Kongo e.V. - hat sich zum Ziel gesetzt, Projekte zu unterstützen, die den selbständigen Aufbau des Landes voranbringen. Unser erstes Projekt: der Aufbau des Volksbildungs-Zentrums Ngenyi. Ngenyi ist Tshiluba und heißt übersetzt: Wissen. Das Zentrum entsteht in unmittelbarer Nähe zur Diamanten-Bergbaustadt Mbuji-Mayi.

 

Wir förden den Aufbau mit Spendensammlung, Gewinnung von Förderern und direkter praktischer Unterstützung.

Afrika/ DR Kongo

 

Das Ngenyi-Zentrum in Tshibombo

Die Demokratische Republik Kongo im Herzen Afrikas gehört zu den ärmsten und zugleich reichsten Ländern der Erde. Mit durchschnittlich 1 Dollar/Tag schlagen sich die Menschen durch. Analphabetismus und Kindersterblichkeit sind hoch. Der Boden ist in vielen Gegenden fruchtbar, denn Wasser ist im Überfluss vorhanden. Kongo ist sechsmal so groß wie Deutschland, hat aber keine einzige durchgehende Bahn- oder Straßenverbindung. Das Land hat kaum Infrastruktur (Straßen, Elektrizität, Trinkwasser, ärztliche Versorgung, Schulen), und ist doch sehr reich an begehrten Bodenschätzen (Kupfer, Diamanten, Gold, seltene Erden, Kobalt, Tantal, etc. – z.B. für Smartphones und Autobatterien).
Aber der Griff internationaler Großkonzerne nach den reichhaltigen Mineralien macht das Land zu einem andauernden Krisen- und Kriegsgebiet.
Die Regierung steht der Verelendung im Land weitgehend tatenlos gegenüber. Trotzdem haben reiche Länder viele Nichtregierungsorganisationen abgezogen.Wollen die Kongolesen überleben und ihr Land aufbauen, bleibt ihnen nur Selbsthilfe. Dafür muss erlernt werden, Selbstbewusstsein und praktische Fertigkeiten zu entwickeln, sowie der Zusammenhalt vor Ort und international.
Die Stadt Mbuji-Mayi in Ost-Kasaï im Herzen der DR Kongo, 940 Kilometer Luftlinie von der Hauptstadt Kinshasa entfernt, wuchs durch die Diamantenförderung in 40 Jahren zur 3-Millionenstadt. In den 1990er-Jahren nahm sie noch Platz eins der Weltproduktion von Industriediamanten ein, heute ist diese fast stillgelegt. Über 650 Millionen Karat ließen die Multis hier von den Bergarbeitern aus dem Boden holen, sie hinterließen riesige Krater, verfallene Straßen und Massenarbeitslosigkeit. Es gibt kaum Wasser in den Häusern. Die Menschen leben am Rande der Hungersnot!

 

Das Ngenyi-Zentrum gehört zu dem Dorf Tshibombo in der Savanne, wenige Kilometer westlich von Mbuji-Mayi. Es gibt nur wenig und rückständige Landwirtschaft.
Ngenyi ist ein mutiges Projekt, das für Hilfe zur Selbsthilfe und Selbstbefreiung steht. „Ngenyi“ bedeutet „Wissen“. Das Ngenyi-Zentrum schafft einen unabhängigen Treffpunkt, um Volksbildung und eine eigene Kultur zur Stärkung des Zusammenhalts zu entwickeln, um Erfahrungen auszutauschen, für Workshops und größere Versammlungen. Es ist eine Kampfansage an Rückständigkeit und Abhängigkeit.
KongolesInnen des Partner-Vereins Ngenyi a.s.b.l. im Kongo bauen das Zentrum auf im Vertrauen in die eigene Kraft. SI unterstützt den Aufbau: mit Spendensammlungen und Gewinnung von Förderern, sowie fachlichem Austausch.


Zur Erleichterung der praktischen Zusammenarbeit mit dem Ngenyi-Verein wurde 2012 in Deutschland der Verein zur Förderung der Infrastruktur in der DR Kongo (VFI Kongo e.V. ) als Mitglied in SI gegründet.

 

Der VFI Kongo leistete wichtige Beiträge:

Für den Erwerb des Grundstücks für das Zentrum; dann für den ersten Bau - das Lagerhaus; für den Kauf und Transport eines „Wasserpauls“ zur Gewinnung von sauberem Trinkwasser; Baumbepflanzungen und Herrichten der Zufahrtswege; für den Kauf der Solaranlage, ihren Transport von Deutschland in den Kongo und Installation vor Ort – 12 Jahre hat sie Licht in die Savanne gebracht! Sehr gut war auch die Begleitung einer 13-köpfigen „Rebell-Solidaritätsbrigade“, die aus Deutschland vier Wochen in den Kongo reiste und dort zusammen mit Kongolesen einen Versammlungssaal aufbaute. Bei allem fand eine engagierte Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit kongolesischen Handwerkern, Arbeitern, Frauen, Jugendlichen und CPL-Mitgliedern statt. Die Brigadisten sagten, sie hätten viel gelernt: „Wir haben hautnah erlebt, was der Imperialismus in der Welt anrichtet! Das konnte man sich von Deutschland aus gar nicht so richtig vorstellen. Und trotzdem lassen sich die Kongolesen nicht unterkriegen!“

Nicht zuletzt sammelten wir auch Spendengelder für den laufenden Betrieb wie Schulaufgabenhilfe im Saal und Sportequipment für Fußballtraining und -Spiele.

Als Nächstes stand der Bau eines Gästehauses an. Dieser Bau wurde engagiert begonnen, konnte aber leider nicht verwirklicht werden – aufgrund von subjektiven und objektiven Problemen: vermeidbare schwere Baumängel – die Bauleitung vor Ort war nicht kompetent genug für dieses doch komplexe Projekt. Dann kamen noch erhebliche Sturmschäden hinzu und eine finanzielle Überforderung. Wir erzielten Einvernehmlichkeit mit unseren kongolesischen Partnern, dass das Gästehaus-Projekt in absehbarer Zeit nicht fortgeführt werden kann, sondern die bestehenden Gebäude weiter ertüchtigt werden.

Roger Kalala von unsem Partnerverein im Kongo, Ngenyi asbl, schrieb letztens, dass sie sich jetzt darauf konzentrieren wollen, „die bestehenden Gebäude instand zu setzen und ein Schweinemastprojekt durchzuführen, um die Eigenfinanzierung zu gewährleisten. Wir sind dabei, die alte Logik aufzugeben, die darin bestand, Projekte auf der Grundlage der Finanzierung durch Spenden, die hauptsächlich aus Deutschland kommen würden, zu initiieren. Wir gehen nun von der Logik aus, dass Spenden aus Deutschland oder anderen Ländern eine einmalige und keine strukturelle Finanzierung darstellen, um unsere Projekte zu realisieren.“

 

Schnelle Geldtransfers sind hierfür nicht mehr erforderlich und fachliche Unterstützung, wenn gewünscht, können wir auch gut im Rahmen der SI-Arbeit leisten. Deshalb beschlossen die Mitglieder des VFI Kongo einstimmig, den Verein aufzulösen und die Solidaritätsarbeit für Ngenyi in SI fortzusetzen. So werden bürokratischer Aufwand (Steuererklärungen z.B.) und Kosten gespart.

Die Situation in der DR Kongo ist nach wie vor für die Bevölkerung katastrophal. Roger Kalala dazu: „Die wahre Konzentration für eine dauerhafte Lösung kann nur auf der Mobilisierung der inneren Kräfte des Landes liegen. Die Wiederbelebung der progressiven Strömung muss zu einer politischen Kraft werden, die den Widerstand des Volkes organisieren kann.“

 

Das kongolesische Volks braucht in seinem Kampf um die Hoheit über seine natürlichen Reichtümer und ein Leben in Würde weiterhin Internationale Solidarität!

 

Gerne können Anfragen, Infos, auch Bedarf/Vorschläge für Veranstaltungen zum Kongo gerichtet werden an:

renate-mast@gmx.de

 

Elsbeth Sureau und Renate Mast (vom Vorstand)

 


 

Badespaß im Flüsschen am Zentrum


 

Ngenyi-Frauenversammlung unter dem Mangobaum


 

Druckversion | Sitemap
© Renate Mast